„Hope Dies Last“ – neue Details zu Cyberpunk und Space Opera

Hope, Fear und Gold verschwinden, Charaktere können sich buchstäblich an das System verkaufen und fremde Planeten entstehen gemeinsam am Spieltisch: Neue Details zu Hope Dies Last zeigen, dass die angekündigten Campaign Frames weit stärker in die Daggerheart-Regeln eingreifen werden, als bislang erkennbar war.
Über das ungewöhnliche Projekt von Infinite Citadel und Michael R. Underwood haben wir bei Daggerhome bereits am 6. August berichtet. Hope Dies Last umfasst drei Campaign Frames zwischen Heroic Fantasy, Cyberpunk und Space Opera sowie mit The Mechanical Nexus ein zusätzliches Buch mit übergreifend einsetzbaren Regeln und Werkzeugen. Ein ausführliches Designer-Q&A mit Matt Best verrät nun mehr darüber, wie unterschiedlich sich diese Welten tatsächlich spielen sollen.
Besonders spannend ist This Time, Nobody Dies. Im Cyberpunk-Frame werden gleich drei zentrale Ressourcen von Daggerheart umgebaut: Hope, Fear und Gold werden durch die gemeinsame Ressource CRED ersetzt. Ihr gegenüber steht FAME, das zugleich eine Obergrenze für CRED bildet.
Das System treibt die Cyberpunk-Idee sogar bis zum möglichen Ende eines Charakters. Über einen sogenannten Cashout Move kann eine Figur schließlich aus der Kontrolle des Spielers ausscheiden und zu einem GM-NPC werden. Gesellschaftlicher Erfolg, Macht und die Abhängigkeit vom System werden damit nicht nur erzählt, sondern unmittelbar Teil der Spielmechanik.
Auch Shine Your Last bekommt eigene Werkzeuge. Für den Space-Opera-Frame ist ein Planet Builder vorgesehen, mit dem die Gruppe gemeinsam neue Planeten und die dort ausgetragenen Konflikte erschafft. Eine mechanisch unterstützte Final Confrontation soll außerdem den großen abschließenden Auseinandersetzungen des Genres einen eigenen Rahmen geben.
Ergänzt werden die drei Campaign Frames durch The Mechanical Nexus. Das vierte Buch soll Regeln, Adversaries und weitere Tools enthalten, die sich auch über die einzelnen Settings hinaus verwenden lassen.
Damit zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Hope Dies Last nicht einfach drei neue Settings für Daggerheart liefert. Zumindest Cyberpunk und Space Opera sollen zentrale Elemente des Systems gezielt umbauen, um die jeweiligen Genres auch mechanisch abzubilden. Gerade dadurch wird das Projekt deutlich interessanter als eine reine Sammlung neuer Campaign Frames.
Hope Dies Last befindet sich derzeit auf Gamefound im Pre-Launch. Der Start der Crowdfunding-Kampagne ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Quelle: Gamefound / Infinite Citadel – Designer-Q&A mit Matt Best
Projektseite: Hope Dies Last auf Gamefound
Daggerhome: „Hope Dies Last“ – Daggerheart zwischen Fantasy, Cyberpunk und Space Opera